
Nach der Apokalypse der Internet-Firmen am Anfang dieses Jahrtausends - scheint nun eine Art zweiter Frühling eingekehrt zu sein. Die Giganten der Branche wie Amazon, Google und eBay verbuchen satte Gewinne. Auch die Kauflust der Giganten ist wieder ausgebrochen: Yahoo aquirierte dieses Jahr die ‘Link-Sammler’ del.icio.us und die Bildermeister von flickr.
Flickr ist eine geniale Online-Gallery und Bilder-Tausch-Site, deren Programmierer AJAX-Funktionalität mit Falsh genial kombinierten. Dadurch explodierte innerhalb eines Jahres zum führenden Bilderpool des Webs und stach selbst die etablierten Services von Yahoo und anderen Gallerie-Anbeitern aus.
Bei del.icio.us ist fast so ähnlich - allerdings nur für Web-Adressen, sozusagend ein ‘Social Bookmarks Club’. Anstatt Massen von coolen Links im Verborgenen zu horten, ’sharen’ die Mitglieder von del.icio.us ihre gesammelten Favoriten. Entweder füttern sie ihre Links per Hand oder einem der zahlreichen Plugins für Internet Explorer oder Firefox bei del.icio.us ein. Im Endeffekt ist del.icio.us damit ein perfekter Web-Katalog, der durch Menschen anstatt von Suchrobotern gepflegt wird. Also eine ideale Ergänzung zu Yahoo! gigantischer Roboter-Armee.
Erstaunlicherweise bietet Yahoo! fast identische Funktionen schon seit Jahren. Jedes Yahoo!-Mitglied bekommt seine eigene kostenlose Webgallerie für Bilder und kann ebenso seine Bookmarks auf Yahoo! abspeichern. Der Kauf dieser beiden kleinen Startups ist also eine Besonderheit! Yahoo hat hier ganz unüblich zu seinem normalen Duktus sich zwei Web 2.0 Firmen einverleibt und kaum in deren Konzept eingegriffen.
Wieso nur?
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