Blogger - die starken Meinungsmacher? Quatsch!

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Referenz: Neues Deutschland

Herr Jan Freitag beschreibt in seinem Artikel “Die neue Meinungsmacht - Weblogs – autonome Austauschforen im Internet ” als ein neues quasi-anarchistisches Medium, fernab einer zentralen Lenkung und des üblichen Medienkommerz.

Er portraitiert den Blogger ansich geradezu als den neuen Wilden des digitalen Zeitalters, der wohlgebildet die Flamme der Erleuchtung durch die dunklen Wälder der Pisa-Gesellschaften trägt.

Seine Idealisierung ist gleichzeitig falsch und richtig …

Wache Zeitgeister haben sich zu jederzeit verstanden auszudrücken und zu publizieren. Ob es die Vorträge und Handzettel der ersten Anarchisten waren oder die Flugblätter der Friedensbewegung aus den Copyshops in den 80zigern - die Lust am Ausdruck war immer da.

Nur heute ist es Dank dem Web, Google und Tools wie Blogs viel einfacher etwas zu schreiben, zu publizieren und vor allem von anderen gefunden zu werden.

Die waren Helden sind nicht die Blogger - sondern ausnahmsweise die beschleunigenden Technologien. Aus der Traum.

Beitrag von Dieter Mueller um 2005-08-22 (2:44).
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