
Die Idee des E-Lancing - der elektronischen Freiberufler - ist eine zeitgemäße Weiterentwicklung des externen Mitarbeiters. Unternehmen griffen schon immer auf Externe zurück, um Knowhow und extra Arbeitspower bei Engpässen dazu zu mieten. E-Lancing ist eigentlich genauso und doch anders …
Ein wenig Wirtschaftsgeschichte dazu: als sich im Laufe der 80ziger Jahre die ersten globalen Megafirmen etablierten stellten deren Bosse schnell fest, dass sich diese Firmenmonster an internen Themen festbeissen, den Speed und Marktorientierung verlieren. Aus diesem Grund erfand man die internen Profit Center, spezialiserte Abteilungen mit eigenem Finanzcontrolling oder sogar als eigene Firmen, die sich nur auf einen speziellen Job oder Marktsegment ausrichteten.
Speed kills
Doch der globale Speed nahm weiter zu, die Börsen verlangten nach immer schlankeren und schnelleren Firmen. Die Produktzyklen und sogenannten ‘Launch Windows’ für neue Produkte und Dienstleistungen wurden immer kürzer. Während bis Mitte der 80ziger Jahre Produkte eine Halbwertszeit von 2 bis 5 Jahren hatten verringerte sich die Haltbarkeit immer schneller. Heutzutage ‘halten’ sich neue Handymodelle kaum ein Jahr auf dem Markt bevor sie verramscht werden, auch komplexe Produkte wie Autos sind diesem extremen Zyklen unterworfen.
Dies verlangt natürlich eine ungeheure Innovations- und Anpassungsfähigkeit von den Firmen, egal ob gross oder klein, denn die schnelleren Märkte beschränken sich seit Anfang der 90ziger schon lange nicht mehr auf die Megafirmen.
Profit-Center
Daher gingen viele Firmen sogar weiter als bei den Profit-Centern und lagerten nun ganze Produktions- oder Knowhow-Bereiche aus - und kauften diese als Dienstleistung ein: die Geburt des Outsourcings. Die Intension dahinter ist nicht nur rein finanzieller Natur - das Anmieten externer Fachleute spart nicht unbedingt immer Geld, vielmehr geht es darum genau die Ressourcen in Form von Skills, Knowhow oder spezialisierten Produktionsstätten einzukaufen, die perfekt zum anvisierten Projekt passen.
Natürlich spielt die Zeit auch eine grosse Rolle: der Aufbau eigener Profit-Center oder Abteilung dauert, neue Teams, Manager und Workflows müssen erst einmal zusammenfinden, mal ganz abgesehen von der reinen Arbeitsumgebung und Werkzeugen.

Ich bauch mir ein Projektteam mit E-Lancern!
E-Lancing ist in diesem Sinne wie ein LEGO-Baukasten für Projekte: Sie holen sich die Bausteine, Motoren und Schienen die Sie brauchen - setzen diese zu einem Team zusammen, dass Ihre Ideen effektiv und mit dem passenden Knowhow umsetzt. Im Internet-Zeitalter handelt es sich dabei meist um virtuelle Teams, also Freelancer, die sich zu einem elektronischen Workflow zusammenschliessen. Die Feelancer sind Experten in ihren Arbeitsbereichen, besitzen ihre eigene Ausstattung, Arbeitsplatz und Kommunikationsmittel. Neue Ausstattung, Teamtraining oder gar Officespace - alles nicht notwendig!
E-Büro für E-Lancer
Unser sogenanntes Projektweb dient als virtuelles Büro und Zentrale, in dem alle Strippen, Dateien und Planung, um das E-Team zu koordinieren und den Job effektiv zu erledigen. Darüber hinaus dient das Projektweb auch dazu den aktuellen Stand des Projekts zu dokumentieren und die Teamkommunikation zu bündeln.
Anstatt Berge von eMails und Dokumenten hin- und herzuschicken werden Fragen, Briefings und Feedbackschleifen über eine Art Forum erledigt, dass 24/7 von überall erreichbar ist. Damit sind der Projektverlauf und die dazugehörigen Entscheidungen klar dokumentiert und für alle Beteiligten einsehbar. Das erspart unnötige Suchereien, Kommunikationlöcher oder gelöschte Informationen.
E-Lancing bietet sich also an, um entweder Projekte oder Firmenfunktionen schnell und effektiv anzupacken. E-Lancing - praktisch, quadratisch, gut …
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